105. Clubabend

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14.10.2015

"Moderne Endodontie
Kooperation Klinik - Praxis"

Dr. Mladen Regoda, UZK Wien


Curriculum vitae

1983 geboren in Banja Luka
2002-2009 Studium der Zahnmedizin an der Medizinischen Universität Wien seit 2009 Tätigkeit an der Universitätszahnklinik Wien (Leiter der Spezialambulanz für ästhetische Zahnmedizin; Spezialambulanz für Endodontie)
2012-2014 Curriculum Ästhetische Zahnheilkunde der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde
2014 Spezialist der Endodontie der TEC2-Gesellschaft in Kooperation mit der University of Pennsylvania

Moderne Endodontie - Kooperation Klinik - Praxis

Das Ziel der modernen Endodontie ist die Aufrechterhaltung der Bakterienfreiheit im Wurzelkanalsystem (Prävention einer AP bei irreversibler Pulpitis oder Behandlung einer AP durch die Bakterienreduktion im Wurzelkanalsystem unter einen Schwellenwert). Jede endodontische Therapie beginnt mit dem richtigen Zugang zum Wurzelkanalsystem. Dieser stellt eine erste Hürde dar bei Nichtentdecken aller Kanaleingänge, oder bei Nichterkennen anderer anatomischer Variationen (Isthmen, Dentikel). Hilfe hierbei bietet der Einsatz des Operationsmikroskops. Die Bakterienelimination erfolgt durch die mechanische Aufbereitung der Wurzelkanäle und die chemische Desinfektion. Von besonderem Interesse ist die Aufbereitung des apikalen Drittels, die nur mit Nickel-Titan-Instrumenten, unter gleichzeitiger Beachtung der biologischen Kriterien, möglich ist. Heutzutage befinden sich auf dem Markt zahlreiche Aufbereitungssysteme, die dank der Entwicklung der Technologie bruchsicherer, leichter handzuhaben und als hochelastische Instrumente in schwierigen anatomischen Konstellationen einsetzbar sind. Die chemische Desinfektion mittels Spülungen (Natriumhypochlorit, EDTA, Chlorhexidin) oder medikamentöser Einlage (Calciumhydroxid) könnte als ziemlich einfach betrachtet werden, jedoch bieten sich zusätzliche Möglichkeiten der Aktivierung dieser Spülflüssigkeiten an, die eine bessere Entfernung des bakteriellen Biofilms zur Folge hat. Um eine Reinfektion nach einer erfolgreichen Bakterienelimination zu verhindern, muss das Wurzelkanalsystem dreidimensional dicht verschlossen werden. Guttapercha/Resilon und neuerdings biokeramisch imprägnierte Guttaperchaspitzen und dazugehörige Sealer erfüllen diese Funktion. Als Schwachpunkt wird noch immer der Verbund zwischen diesen Materialien und dem Dentin angesehen. Letztendlich trägt zum Erfolg einer Wurzelbehandlung ein dichter koronaler Verschluss bei.
Der Weg zu einer erfolgreichen Wurzelkanalbehandlung führt über die genauen Kenntnisse der Biologie eines Wurzelkanalsystems und dessen Aufbereitung. Zukünftige Entwicklungen in der Endodontie sind auf das große regenerative Potenzial der Pulpa ausgerichtet und sollten die Revitalisation/Revaskularisation mit voraussagbarem Erfolg ermöglichen.